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Strom aus Wasserkraft

Zu Beginn der Elektrizitätsversorgung in Deutschland waren die Wasserkraftwerke neben den Dampfmaschinen die wichtigsten Stromlieferanten. Heutzutage wird hierzulande nur ein geringer Anteil der elektrischen Energie mit Wasserkraft erzeugt. Die Mehrzahl der Wasserkraftwerke befindet sich in Süddeutschland. An einigen Orten werden Kleinwasserkraftwerke neu gebaut oder wieder in Betrieb genommen.

Als Kleinwasserkraftwerke werden Anlagen mit einer elektrischen Leistung kleiner 1 MW bezeichnet (MW =Megawatt; 1 Megawatt = 1.000 Kilowatt). Dies sind im wesentlichen Umbauten älterer Wasserkraftwerke und Neubauten, die sich an kleinen bis mittelgroßen Fließgewässern befinden. Die Mehrzahl dieser Kleinwasserkraftwerke sind sogenannte Ausleitungskraftwerke, d. h. die Hauptmenge des Wassers wird aus dem Flussbett über Wehre in einen künstlichen Triebwerkskanal ausgeleitet und nach Passage der Turbinen wieder in den Fluss eingeleitet. Durch die streckenweise Wasserentnahme und die erforderlichen Stauhaltungen verändern sich die Strömungsverhältnisse zum Nachteil der ursprünglichen dort vorhandenen Arten (Fische, Muscheln, Schnecken, Krebse usw.). In Deutschland gibt es schätzungsweise nur noch 10 % naturnahe Fließgewässerabschnitte!

So genannte „Laufwasser-Kraftwerke“ nutzen das fließende Wasser eines Flusses, um Strom zu erzeugen. Sie sind Grundlast-Kraftwerke, d. h. sie werden in der Regel 24 Stunden am Tag betrieben, und zwar unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Dieser Kraftwerkstyp ist in Deutschland am häufigsten. Als Spitzenlast-Kraftwerke werden an einigen Orten Speicherwasserkraftwerke betrieben. Das Wasser wird in einem hochgelegenen Speichersee mit natürlichem Wasserzufluss angestaut oder in den Zeiten, in denen Kraftwerke nicht voll aus-gelastet sind, wird Strom verwendet, um Wasser in diese Seen zu pumpen. Wenn der Strombedarf kurzfristig steigt, wird die so ge-speicherte Energie eingesetzt.

Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern relativ gering. Ein Großteil des in Deutschland vorhandenen Potenzials wird derzeit bereits genutzt. Künftige Zuwächse werden vor allem durch die Wiederinbetriebnahme alter und die Modernisierung vorhandener Anlagen erzielt werden können.

Zwar gehen von Wasserkraftanlagen keine Umweltbelastungen durch Kohlendioxid aus. Dieser Vorteil muss aber im Einzelfall gegen andere Nachteile beim Umweltschutz, nämlich auf dem Gebiet des Natur-und Gewässerschutzes abgewogen werden. Die Umweltfreundlichkeit der Wasserkraftnutzung ergibt sich nicht allein aus der Erneuerbarkeit der natürlichen Ressource Wasser, sondern hängt entscheidend von der Wahl des richtigen Standortes und von der Art und Weise der Nutzung ab.

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