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Interview Fragen 1 - 5

1) Welche Priorität hat beim Umweltbundesamt der Kampf gegen Stromverschwendung durch Leerlaufverluste?

Wir arbeiten seit vielen Jahren daran, das Thema Stromverschwendung in die Öffentlichkeit zu bringen. Der Erfolg ist leider nicht so groß, wie wir ihn uns wünschen. Es gibt zwar immer mal wieder Berichte darüber. Doch wir merken auch, dass die Menschen immer wieder überrascht sind, wie viel Geld sie die Energieverschwendung kostet. Und das nicht gerade wenig, wie ja auch die BILD-Tests zeigen. Viele wissen nicht, dass ihre Elektrogeräte Strom verbrauchen, ohne ihre eigentliche Funktion zu erfüllen. Dass wollen wir ändern. Also heißt es für uns: Informieren, informieren, informieren – und zwar nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch die Politik. Auch da brauchen wir mehr Energiespar-Bewusstsein, damit sich etwas bewegt, um die Leerlaufverluste zu stoppen.

2) Auf welche Art und Weise wird das Umweltbundesamt gegen Leerlaufverluste aktiv?

Wir berechnen, wie hoch die Leerlaufverluste sind und was sie uns kosten. Wir liefern die Zahlen, die die Basis für Informationskampagnen sein können. Die Rechnung ist doch ganz einfach: Leerlaufverluste verbrauchen nicht nur unnütz kostbare Energie – sie kosten auch Geld. Das muss in unsere Köpfe hinein – in Deutschland und Europa. Und daran arbeiten wir.

3) Wie reagieren die Hersteller von Unterhaltungselektronik auf Ihre Bemühungen?

Sehr zurückhaltend. Man fasst das Thema nur mit spitzen Fingern an. Der wichtigste Grund: Die Stromkosten zahlen die Verbraucher, nicht die Hersteller.

4) Haben Sie Erklärungen von Herstellern erhalten, warum häufig auf effektive Netzschalter verzichtet wird und warum Geräte in Bereitschaft Stromkosten verursachen, die schon nach wenigen Jahren den Kaufpreis übersteigen?

Offiziell haben wir keine Erklärungen bekommen. Aber die Kalkulation der Hersteller ist ganz einfach und nachvollziehbar: Schalter, die nicht auf der Netz-, also 230-Volt-Seite, sondern der Gerätespannungsseite angeordnet sind, müssen nur eine geringe Spannung aushalten - zum Beispiel 12 Volt. Sie müssen weniger Sicherheit bieten und kosten deshalb weniger. Damit ist die Herstellung des Gerätes günstiger.

5) Haben Sie den Eindruck, dass in der Politik Problembewusstsein in Bezug auf Stromverschwendung durch Leerlaufverluste besteht?

Das Bewusstsein gibt es durchaus – obwohl es stärker sein könnte. Immerhin hat sich bereits der Bundestag damit befasst. Leider konzentrieren sich viele Politiker immer noch auf die Frage, woher unsere Energie kommt – ob aus Öl, Gas, Atom oder erneuerbaren Energien. Dass Energiesparen eine große Energiequelle ist, fällt da leider häufig hinten runter. Da waren wir in den Siebziger Jahren nach der Ölkrise im Bewusstsein schon mal weiter.

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