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Interview Fragen 10 - 13

10) Wie ist die vom Umweltbundesamt genannte Summe von 3,5 Milliarden Euro für Leerlaufverluste berechnet worden?

Die Grundlage waren zwei Studien zur Höhe der Leerlaufverluste in Büros und Haushalten, die für uns erstellt wurden. Darin gab es auch Prognosen für die Zeit bis 2010. Aus diesen Zahlen haben wir den aktuellen Wert für 2004 abgeleitet.

11) Wie beurteilen Sie das Gesamtpotenzial des Stromsparens über die Eindämmung des Leerlaufverlusts hinaus, zum Beispiel durch Erhöhung der Energieeffizienz?

Wenn wir einen Fernseher oder CD-Spieler nutzen, geht etwa ein Drittel der Strommenge verloren. Dieses Potenzial muss genutzt werden - zum Beispiel über die Kennzeichnung des  Energieverbrauchs. Insgesamt kann nach unseren Schätzungen der Stromverbrauch bis 2012 um 12 Prozent gesenkt werden – selbst falls die Wirtschaftsleistung jährlich um durchschnittlich anderthalb Prozent wachsen würde.

12) Halten Sie die Berücksichtigung des Stromverbrauchs in Bereitschaft und in ausgeschaltetem Zustand in Testzeitschriften und Fachzeitschriften aus dem Bereich Unterhaltungselektronik für ausreichend?

Da gibt es große Unterschiede. Einige Zeitschriften bringen das Thema mittlerweile größer. Audio-Video-Foto-BILD geht hier sicher mit gutem Beispiel voran. Die Kennzeichnung der Leerlaufverluste ist klar und eindeutig. Das gefällt mir und fällt auch sofort ins Auge. Ich wünschte, mehr Zeitschriften würden uns so die Augen öffnen für die alltägliche Stromverschwendung.

13) Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit der "Stromsparer"-Plakette von Aktion "No-Energy" und AudioVideoFoto-BILD, mit der Geräte ausgezeichnet werden, die über einen funktionierenden Netzschalter verfügen und die in Bereitschaft nicht mehr als 1 Watt verbrauchen? (Denken Sie, dass eine solche Plakette die Kaufentscheidung der Verbraucher positiv – also im Sinne der Umwelt – beeinflussen könnte?)

Es ist kein einfaches Unterfangen mit Kennzeichnungen. Wir wissen das aus unserer Erfahrung mit dem Umweltzeichen Blauer Engel. Man braucht vor allem einen langen Atem und glaubwürdige Information. Die Stromsparer-Plakette kann da durchaus Erfolg haben – und wir unterstützen ja auch die No-Energy-Kampagne. Die Kampagne zur Stromsparer-Plakette muss langfristig laufen. Und die Verbraucherinnen sowie Verbraucher müssen das Zeichen an möglichst vielen Geräten und in möglichst vielen Geschäften sehen. Dann kann das durchaus Einfluss haben. Die Verbraucher fragen in den Geschäften nach, die wiederum bei den Herstellern. So entsteht Nachfrage. Das zweite wichtige Standbein ist, dass sich die Technik ändern muss. Es ist keine Frage der Technik, ob Geräte Leerlaufverluste haben. Das ist alles möglich. Wir müssen es nur wollen und dann durchsetzen. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit. Aber so ist das im Umweltschutz. Da braucht man viel Geduld und muss dicke Bretter bohren.

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